Controlling 21

Dr. J. Schuhmacher

Server-Antwort / HTTP-Statuscodes

Abgetrennt vom Aktionsfeld mit einem Leerzeichen folgt der HTTP-Status-Code - der Antwortcode des Servers. Dieser besteht aus drei Zahlen, die unterschiedliche Zustände charakterisieren. Am wichtigsten - weil häufigsten - sind hierbei: 200, 304 und 404.

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100ContinueFortfahren. Wird derzeit noch nicht verwendet.
101Switching ProtocolsProtokoll wechseln. Wird derzeit noch nicht verwendet.
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200OKDer Server kann die angeforderten Daten, wie gewünscht, versenden. Dies ist der Normalfall, wenn keine Probleme auftreten. Der größere Anteil aller Anfragen an den Web-Server sollte mit diesem Statuscode enden - ansonsten liegen erhebliche Probleme vor.
201CreatedEin Objekt (z.B. eine Datei oder ein Verzeichnis) wurde auf dem Server erfolgreich angelegt. Das kann vorkommen, wenn die Anfrage des Browsers an den Server mit einer der HTTP-Übertragungsmethoden POST oder PUT erfolgte und eine Anweisung zum Erstellen des entsprechenden Objekts enthielt.
202AcceptedDer Server hat die Anfrage des Browsers akzeptiert, liefert aber keine Daten als Antwort. Der Server schreibt die Daten statt sie zu senden in eine Datei und teilt in der Meldung mit, wo die Daten später zu finden sein werden. Diese Meldung sagt nichts darüber aus, ob der Server die Anfrage erfolgreich behandeln kann. Er hat sie einfach nur akzeptiert und die Abarbeitung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
203Non-Authoritative InformationDieser Statuscode sollte von einem Server anstelle von 200 zurückgegeben werden, wenn es sich nicht um den Original-Server handelt, sondern beispielsweise um einen Proxy-Server. Der Browser erfährt auf diese Weise, dass die Daten erfolgreich gesendet werden konnten, aber nicht vom Original-Server kommen und daher keine Garantie auf deren Aktualität besteht.
204No ContentDer Server hat die Anfrage erhalten, sendet jedoch keine Daten zurück. Gut einsetzbar ist dieser Statuscode in CGI-Skripten, die zwar etwas auf dem Server erledigen, aber keinen neuen HTML-Code an den aufrufenden Browser senden wollen. Aus Sicht des Nutzers bleibt der alte Bildschirminhalt bestehen.
205Reset ContentDer angegebene Server existiert nicht bzw. der Server, der diese Antwort gibt, ist nicht der angefragte Server und kann den angefragten Server nicht finden. Die angeforderten Daten können deshalb nicht versendet werden.
206Partial ContentDie angeforderten Daten werden in mehreren Portionen versendet (das hat aber nichts mit TCP/IP-Paketen zu tun, sondern geschieht auf HTTP-Protokollebene). Mit Angaben zu content-length (z.B.: 1024) und content-range (z.B.: Bytes 0-1023/1024) wird angegeben, wie viele Bytes von dem angeforderten Inhalt geliefert werden, und welcher Teil der Gesamtdaten. Dieser Antwortcode deutet in vielen Fällen auf eine zu große Datei hin, deren Download abgebrochen wurde.
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300Multiple ChoicesDie angeforderten Daten sind unter mehreren verschiedenen URIs vorhanden (Mirror). Anstelle der Daten werden die verfügbaren URIs als Liste übertragen. Der Browser kann den Nutzer anschließend in einem Dialog einen URI auswählen lassen.
301Moved PermanentlyDie angeforderten Daten befinden sich nicht mehr unter dem URI, sie wurden dauerhaft auf eine andere Adresse verschoben. In der Statusmeldung wird angegeben, unter welchem URI sich die Daten jetzt befinden. Ein Browser, der diese Antwort vom Server erhält, kann beispielsweise gleich die neue Adresse anfordern.
302Moved TemporarilyDie angeforderten Daten wurden vorübergehend zu einem anderen URI verschoben. In der Statusmeldung wird angegeben, unter welcher Adresse sich die Daten derzeit befinden. Ein Browser, der diese Antwort erhält, kann beispielsweise gleich die temporär gültige Adresse anfordern.
303See OtherDie angeforderten Daten sind unter einem angegebenen URI verfügbar und sollte von dort mit Hilfe der GET-Methode angefordert werden. Dieser Statuscode ist für CGI-Scripts gedacht, die mit der POST-Methode aufgerufen wurden und den Browser auf eine andere Ressource lenken wollen, die mit der GET-Methode angefordert werden soll.
304Not ModifiedDie angeforderten Daten haben sich seit dem angegebenen Zeitpunkt nicht geändert und werden deshalb nicht gesendet. Dieser Statuscode ist neben dem Code 200 einer der häufigsten in der Praxis. Er wird verursacht durch Browser, die aufgrund ihrer Cache-Einstellungen Daten erst wieder nach einer bestimmten Zeit vom Original-Server laden. Davor fragen sie nur mit dem Zeitpunkt, zu dem die Daten zuletzt geladen wurden, an, ob die Daten auf dem Server seitdem geändert wurden.
305Use ProxyDie angeforderten Daten sollen statt von diesem Server von dem in der Statusmeldung angegebenen Proxy-Server angefordert werden.
306[Unused]Reserviert. Wird derzeit nicht verwendet.
307Temporary RedirectWie Statuscode 302. Gedacht für Fehlreaktionen einiger Browser auf 302.
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400Bad RequestDie Anfrage enthält Syntaxfehler. Der Server kann die Anfrage deshalb nicht bearbeiten. Das kann beispielsweise vorkommen, wenn die Anfrage dadurch zustande kam, dass ein Nutzer versuchte, einen URI händisch in die Adresszeile des Browsers einzugeben und dabei ungültige Zeichen verwendete.
401UnauthorizedDie angeforderten Daten sind zugangsgeschützt. Der Server kann die Daten nur senden, wenn eine gültige Zugangskennung, bestehend aus Benutzername und Passwort, bei der Anfrage mit gesendet wird. Das geschieht in der Praxis immer dann, wenn eine Adresse aufgerufen wird, die z.B. durch htaccess zugangsgeschützt ist. Der Browser zeigt dann, nachdem er diesen Statuscode erhalten hat, einen Dialog zum Eingeben von Benutzername und Kennwort an. Mit den eingegebenen Daten startet er danach eine neue Anfrage an den Server.
402Payment RequiredDie angeforderten Daten sind kostenpflichtig. Der Server kann die Daten nur senden, wenn eine Bestätigung der Zahlung für die Daten bei der Anfrage mitgesendet wird. Derzeit wird dies aufgrund fehlender einheitlicher technischer Grundlagen für Micropayment nicht verwendet.
403ForbiddenDie angeforderten Daten sind zugangsgeschützt. Die angegebenen Daten, mit denen der Zugang erlaubt werden soll, sind ungültig. Das kann z.B. vorkommen, wenn zuvor der Statuscode 401 zurückgeliefert worden war und der Browser nun die nächste Anfrage mit den Zugangsdaten gestartet hat, die er vom Nutzer im Dialog abgefragt hat, und diese Daten aber ungültig sind. Manche Browser wiederholen den Dialog zum Eingeben der Zugangsdaten dann noch zweimal, und nach der dritten Falscheingabe wird dem Nutzer die Fehlermeldung " Forbidden" ausgegeben.
404Not FoundDer angeforderte URI existiert nicht. Dies ist neben den Statuscodes 200 und 304 einer der häufigsten Fälle in der Praxis. Er tritt immer dann ein, wenn ein Verweis auf eine nicht oder nicht mehr existierende Adresse auf dem Server führt, oder wenn der Nutzer versucht hat, eine Adresse auf dem Server durch händisches Eintippen in der Adresszeile des Browsers aufzurufen, und diese Adresse aber nicht existiert.
405Method Not AllowedDie angegebene Übertragungsmethode ist auf dem Server nicht erlaubt. Die Daten werden deshalb nicht übertragen. Das kann beispielsweise vorkommen, wenn in der Konfiguration des Web-Servers außer der GET-Methode keine weitere Methode erlaubt ist, ein HTML-Formular aber einen CGI-Aufruf mit der POST-Methode enthält.
406Not AcceptableDie Anfrage ist in dieser Form nicht akzeptabel. Die Daten werden deshalb nicht übertragen.
407Proxy Authentication RequiredDer anfragende Client ist ein Proxy-Server. Die Daten werden an diesen Server nur übertragen, wenn er sich als gültiger Proxy-Server ausweist. Dieser Statuscode findet derzeit noch keine Verwendung. Damit soll auf die Dauer ein ähnliches Handling wie mit dem Statuscode 401 etabliert werden, jedoch nicht für anfragende Browser, sondern für anfragende Proxy-Server. Auf diese Weise könnte es Web-Anbietern möglich werden, in der Serverkonfiguration unerwünschte Proxy-Server vom Zwischenspeichern der eigenen Daten auszusperren.
408Request TimeoutDer Server hat eine erwartete Anfrage nicht innerhalb des dafür festgelegten Maximalzeitraums erhalten. Die Verbindung zum anfragenden Browser wird deshalb abgebaut. Angeforderte Daten werden nicht übertragen.
409ConflictDer Server kann die angeforderten Daten nicht senden, weil ein Konflikt mit einem anderen Prozess aufgetaucht ist. Das kann beispielsweise eintreten, wenn ein anderer Prozess eine angeforderte Datei gerade mit einem exklusiven File-Locking (keinerlei Dateizugriff für andere Prozesse erlaubt) versehen hat.
410GoneDie angeforderten Daten wurden zu einem anderen URI verschoben. Dem Server ist aber nicht bekannt, wohin. Deshalb kann er sie nicht senden - andernfalls würde ein Statuscode 301 oder 302 gesendet worden.
411Length RequiredDie Daten werden nicht gesendet. Sie können nur gesendet werden, wenn die Anfrage eine Angabe zu content-length enthält. Der Browser kann versuchen, die Anfrage neu zu formulieren und dabei die Länge der an den Server gesendeten Anfragedaten mit zu übermitteln.
412Precondition FailedEine oder mehrere Bedingungen, die bei der Anfrage gestellt wurden, treffen nicht zu. Die angeforderten Daten werden deshalb nicht übertragen.
413Request Entity Too LargeDer Server kann die Anfrage nicht bearbeiten, weil diese zu viele Zeichen enthält. Die angeforderten Daten werden deshalb nicht übertragen.
414Request-URL Too LongDer Server kann die Anfrage nicht bearbeiten, weil die angeforderte Adresse zu viele Zeichen enthält. Die angeforderten Daten werden deshalb nicht übertragen.
415Unsupported Media TypeDer Server kann die Anfrage nicht bearbeiten, weil er keinen Mime-Type für den angeforderten Datentyp kennt. Die angeforderten Daten werden deshalb nicht übertragen.
416Requested Range Not SatisfiableDie Anfrage enthält Angaben, welcher Byte-Bereich von dem angeforderten URI übertragen werden soll. Sowohl der Anfangswert als auch der Endwert des angegebenen Bereichs liegen außerhalb des verfügbaren Bytebereichs, z.B. wenn ein Bytebereich von 1000 bis 2000 angegeben wird, die Ressource aber nur 500 Byte hat. Die angeforderten Daten werden deshalb nicht übertragen.
417Expectation FailedDie Anfrage enthält im expect-Feld bestimmte Wünsche, die der Server nicht erfüllen kann. Die angeforderten Daten werden deshalb nicht übertragen.
Status-Codezugehörige Meldungzugehörige Meldung
500Internal Server ErrorDer Server kann die angeforderten Daten nicht senden, weil auf dem Server ein Fehler aufgetreten ist. Beispielsweise konnte das aufgerufene CGI-Script nicht gestartet werden.
501Not ImplementedDie Anfrage enthält Anforderungen, die der Server nicht bearbeiten kann, weil die Voraussetzungen dazu nicht implementiert sind. Die angeforderten Daten können deshalb nicht gesendet werden.
502Bad GatewayZum Bearbeiten der Anfrage musste der Server einen anderen Server aufrufen, erhielt dabei jedoch eine Fehlermeldung. Die angeforderten Daten können deshalb nicht gesendet werden.
503Service UnavailableDer Server kann die Anfrage aufgrund einer Überlastung nicht bearbeiten. Die angeforderten Daten können deshalb nicht gesendet werden. In der Statusmeldung kann stehen, wann die Anfrage frühestens wieder bearbeitet werden kann. Im Gegensatz zum Statuscode 202 verarbeitet der Server die Daten nicht, sobald er wieder Kapazitäten hat.
504Gateway TimeoutZum Bearbeiten der Anfrage musste der Server einen anderen Server aufrufen, erhielt dabei jedoch nach einem festgelegten Maximalzeitraum keine Antwort. Die angeforderten Daten können deshalb nicht gesendet werden.
505HTTP Version Not SupportedDer Server unterstützt die im HTTP-Header der Anfrage angegebene HTTP-Version nicht. Die angeforderten Daten werden deshalb nicht gesendet.
Status- codezugehörige MeldungBedeutung

Hinweis

Es handelt sich hier nicht um einen Druckfehler. Im Zusammenhang mit Fehlermeldungen spricht man i.d.R. von URI (Universal Resource Identifier / seltener: Information) statt von URL (Universal Resource Locator).

Weitere Informationen zu den Status-Codes finden Sie bei: http://www.w3.org /Protocols/

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